Angela Merkel und ecoligo treffen sich in Ghana

Am Donnerstag traf unser CEO Martin Baart die Budeskanzlerin Angela Merkel bei dem von der Außenhandelskammer organisierten Business Dialogue in Accra als Teil einer hochrangigen deutschen Wirtschaftsdelegation. Am Business Dialogue nahmen auch Ghanas Vizepräsident Mahamudu Bawumia und Deutschlands Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Dr. Gerd Müller teil. Ziel war es, einen Austausch zwischen Wirtschaft und Politik zu ermöglichen über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und die dringendsten Sorgen der deutschen Unternehmer in Ghanuntertützen.

Ghana ist ein Land mit enormem Wachstumspotenzial – eine Ansicht, die Merkel und Müller auch vertreten und während der Reise nach Westafrika mehrfach betonten. Das BIP-pro-Kopf hat sich zwischen 2000 und 2017 mehr als versechsfacht und der Zugang zu Elektrizität ist doppelt so hoch wie im Sub-Sahara Durchschnitt. Für die Wirtschaft jedoch sind hohe Stromkosten weiterhin ein Hemnis zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit.

Solarenergie ist eine passende Alternative für diese Firmen: Durch sie werden Unternehmen wettbewerbsfähiger, da sie von reduzierten Stromrechnungen profitieren. Die Solarenergie passt daher gut zu den Sustainable Development Goal (SDGs) der UNDP, speziell dem Ziel Nummer 7: Erschwingliche und saubere Energie. Die passende Finanzierung für die Anschaffung eines Solarsystems ist jedoch für Unternehmen in Ghana nicht vorhanden.

Wirtschaftsentwicklung statt Entwicklungshilfe

„Deutschland unterstützt Ghana in seiner ‚’Ghana Beyond Aid’-Vision“, sagte Merkel bei der Veranstaltung am Donnerstag. In diesem Sinne wurde 2017 der Marshall Plan mit Afrika vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ)in Partnerschaft mit ausgewählten Staaten initiiert, der eine engere Zusammenarbeit mit dem Kontinent anstrebt . „Die Zeit der klassischen Entwicklungshilfe ist vorbei“, meinte Gerd Müller. „Der Fokus liegt jetzt auf wirtschaftlicher Entwicklungszusammenarbeit.“. Der Marshall Plan Afrika beabsichtigt, die wirtschaftliche Lage des Kontinents zu verbessern und geeignete Rahmenbedingungen für ausländische Investitionen unter anderem auch in erneuerbare Energie Projekte in Subsahara Afrika zu schaffen – ein wichtiges Gesprächsthema während Merkels Besuch in Westafrika.

Auch ohne den Marshall haben sich inzwischen alternative Finanzierungsmethoden entwickelt, die Investitionen in erneuerbare Energien ermöglichen. ecoligos Solar-as-a-service Lösung beseitigt durch deutsche Crowdinvestoren finanzielle und technische Hürden für Unternehmen, die ihren Strombedarf durch Solarenergie reduzieren wollen. Bei diesem Modell können Privatinvestoren eine Summe zwischen 100 und 10.000 Euro für ein Projekt anlegen und erhalten dafür eine jährliche Rendite von über 5%. Gleichzeitig helfen sie so Tonnen an CO2-Emissionen zu vermeiden. Unternehmen können hierbei durch die Solarprojekte bis zu 40% ihrer Stromkosten einsparen. Da sie selbst nicht investieren müssen, haben sie mehr freies Kapital um in ihrem Kerngeschäft zu investieren und so Jobs zu schaffen und die lokale Wirtschaft zu unterstützen So ist jede investierte Summe der Privatinvestoren ein kleiner Baustein der zur wirtschaftlichen Entwicklung im Land beiträgt.

Trotz dass Afrika sonnenreich ist, sind Solaranlagen noch nicht weit verbreitet. Die Finanzierung dieser Anlagen ist eine große Hürde. Eine Fokussierung auf die Finanzierung würde jedoch eine win-win Situation schaffen:  nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung durch Reduzierung von Stromkosten in Afrika mit sauberer Energie und attraktive Investitionsmöglichkeiten für Privatinvestoren aus Deutschland. Das ist echte Entwicklungszusammenarbeit.